Der Newsletter ist tot, E-Mail Marketing lebe hoch

Der Newsletter ist tot, E-Mail Marketing lebe hoch

Die gute alte E-Mail.

Was gäbe wohl Raymond Samuel Tomlinson – der mutmaßliche Erfinder der E-Mail – dafür, wenn er nur 1Cent pro verschickter E-Mail bekäme?
Er wäre reich. Aber wer weiß, vielleicht ist er es auch so.

Laut Statista wurden im Jahr 2018 stattliche 281,1 Milliarden E-Mails versendet. Aber nicht, dass du denkst pro Jahr, nein pro Tag!

Der Spam-Anteil liegt dabei durchschnittlich bei 55%. Also 154 Milliarden Spam-Mails werden täglich verschickt. Unglaublich, oder?

Nun kann man sich fragen, warum es so viele Spam-Mails gibt. Die Antwort ist einfach. Weil die Spammer etwas wissen, das die meisten Menschen nicht wissen.

 

Mit E-Mail Marketing erreicht man eine 65% höhere Kaufrate im Vergleich zum Suchmaschinenmarketing.

 

Das ist der Grund warum es so viele Spammer gibt. Denn es funktioniert.

Dass Spam der Menschheit schadet, weil es unnötig Zeit und Ressourcen verbraucht, darüber sind wir uns alle einig. Doch es gibt nicht nur Spam auf der einen Seite und die private E-Mail an die Liebste auf der anderen Seite. Zwischendrin gibt es natürlich noch 100% seriöses E-Mail Marketing. Genau um dieses soll es in diesem Beitrag auch gehen.

Wer sich bereits auf meinen Webseiten umgesehen hat, der wird schnell feststellen, dass sich auf jeder Seite ein Formular befindet, in dem man sich mit Namen und E-Mail eintragen kann. Damit landet man in meinem E-Mail Verteiler. Über diesen verschicke ich einerseits interessante Inhalte zu allen möglichen Themen der Fotografie, lade zu meinen Veranstaltungen oder Ausstellungen ein, berichte was es für neue Projekte und Ideen bei mir gibt und zwischendurch kommt natürlich auch mal die eine oder andere E-Mail mit der ich meine Produkte oder Leistungen bewerbe.

Anders als bei Facebook und Co. erreiche ich damit auch wirklich einen Großteil meiner Interessenten. Denn im E-Mail Marketing hat man gute Öffnungsraten von um die 30%. Ich bin besonders stolz, dass ich teilweise sogar Öffnungsraten von 60-70% habe. Das heißt, meine Leser sind auch wirklich an meinen Inhalten interessiert. Auf Facebook erreiche ich vielleicht 20% meiner Fans, wenn überhaupt. Für mehr muss ich zahlen.

Außerdem habe ich bei der E-Mail den Vorteil, dass diese sehr persönlich ist und man sich eine E-Mail auch als ungelesen markieren kann, wenn man gerade keine Zeit hat. Was bei Facebook einmal über die Timeline gerutscht ist, ist weg. Denn kaum einer nutzt doch wirklich die Speicher-Funktion, oder?

 

Doch was ist nun der Vorteil für uns Fotografen?

 

Gehen wir einmal davon aus, dass man eine gute fotografische Arbeit leistet. Dann kann man ebenfalls davon ausgehen, dass es andere Menschen gibt, die sich für die eigene Arbeit auch interessieren. Das heißt, sie sind interessiert zu erfahren was es neues bei uns gibt. Seien es neue Bilder, eine Ausstellung, ein Kalender, ein Buch oder ein besonderes Angebot zu einem Fotoshooting.

Die meisten Menschen liken dann die Seite des Fotografen, um informiert zu werden. Doch wenn sie nicht regelmäßig mit den Inhalten interagieren – also auf Gefällt Mir oder Teilen klicken – dann werden Sie bald keine Inhalte des Fotografen mehr sehen. Es sei denn, er schaltet kostenpflichtige Werbeanzeigen. Das war es nun mit der Information. Denn bei diesem Interessenten kommt davon – wenn überhaupt – nur noch hin und wieder etwas an. Dank des Facebook-Algorithmus.

Da die Nutzer bei Facebook rein rechtlich aber auch die Kunden von Facebook sind und nicht unsere, können wir anders mit ihnen nicht in Kontakt treten. Das heißt, da draußen gibt es unzählige Menschen, die gern mit uns in Verbindung bleiben möchten, es aber nicht können, weil Facebook einen Riegel davor schiebt. Ich möchte jetzt keinesfalls Facebook als den Bösewicht darstellen, ich mag diese Plattform sehr. Ich möchte damit nur sagen, dass wir kaum eine Chance haben, unsere Zielgruppe regelmäßig zu erreichen, es sei denn wir bezahlen dafür. Und auch dann bleiben es immer die Kontakte von Facebook.

 

Mit einem eigenen E-Mail Verteiler ist es anders.

 

Hier habe ich den Draht direkt ins Postfach zu meinen Kontakten und kann sie dann erreichen, wann immer ich es möchte. Ich bin natürlich auch angehalten hin und wieder eine Werbeanzeige zu schalten, um neue Interessenten für meine Liste zu gewinnen, aber eben nur einmal und nicht ständig. Denn wenn die Menschen erst einmal in meiner Liste sind, dann werden sie da auch bleiben. Vorausgesetzt sie erhalten von mir auch relevante und interessante Inhalte. Wenn ich nur langweiliges Zeug oder ständig Werbung schicke, dann werde ich auch diese verlieren, da nützt die beste Liste nichts.

Nun heißt die Überschrift des Artikels „Der Newsletter ist tot, E-Mail Marketing lebe hoch“. Was meine ich damit?

Der Newsletter ist für mich eine lineare Form der E-Mail. Er füttert die Leser mit Stoff, den man vorgibt, egal ob es die Leser interessiert oder nicht.
E-Mail Marketing hingegen heißt für mich mit meinen Lesern in den Dialog zu treten. Sie zu Handlungen aufzufordern, ihnen Fragen zu stellen, mich mit Ihnen auszutauschen.

Das ist für mich der große Unterschied. Es geht für mich nicht darum meine Leser von oben herab mit E-Mails zu versorgen, sondern ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und sie spüren zu lassen, dass Ihre Meinung zählt. Das ist der Grund, warum ich E-Mail Verteiler schätze und nutze. Dabei ist eines mein oberstes Gebot!

 

Vertrauen ist für mich die Grundlage eines guten E-Mail Marketing!

 

Dabei bin ich überzeugt, dass ich dieses Vertrauen über E-Mail mit wertvollen Inhalten aufbauen kann.

Es gibt natürlich noch viele andere Vorteile von E-Mail Verteilern, auf die ich in späteren Beiträgen eingehen werde. Für den Moment soll dies erst einmal reichen, um sich Gedanken darüber zu machen, in wie weit ein E-Mail Verteiler eine gute Ergänzung zur eigenen Webseite und den sozialen Medien sein könnte.

Ich habe übrigens viele E-Mail Anbieter auf Herz und Nieren getestet. Aktuell gibt es für mich – als Berufsfotograf – nur eine wirkliche Wahl und das ist Klick-Tipp. Warum das so ist und warum mir kein anderer Anbieter diese Funktionen bieten kann, dazu mehr in einem späteren Artikel. Wer es aber jetzt schon wissen will und nicht warten möchte, dem empfehle ich das kostenlose Webinar von Klick-Tipp.

Was ist deine Erfahrung mit E-Mail Verteilern? Nutzt du selbst schon einen? Wenn ja, welchen? Wenn nein, warum nicht? Schreib mir gerne einen Kommentar.

 

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Corwin von Kuhwede

Mein Name ist Corwin von Kuhwede, ich arbeitet seit 2005 als freiberuflicher Fotograf mit Schwerpunkt in der Porträt- & Aktfotografie. Ich bin Autor von Fachbüchern zum Thema Fotografie und gebe Seminare, Coachings und Trainings für fortgeschrittene Fotografen. Auf dieser Seite schreibe ich Artikel und produziere Videos zu allen möglichen nicht-technischen Themen der Fotografie. Wenn dir meine Inhalte gefallen, freue ich mich über einen »Daumen«.

This Post Has 19 Comments

  1. Thomas J. Schitteck

    Ich kann die Ausführungen zum Thema email-Marketing durch eigene Erfahrungen absolut bestätigen!

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