Die beste Temperatur für ein Aktshooting

Die beste Temperatur für ein Aktshooting

Was ist eigentlich die perfekte Temperatur für ein Aktfotoshooting? Eher schön kuschelig warm, oder lieber etwas kühler? 30° oder eher 15°?

Frauen frieren bekanntlich schneller als Männer. Manchen Frauen ist sogar immer kalt, egal wie warm es ist. Daher ist es als Fotograf, der im Gegensatz zum Model Kleidung trägt, wichtig die richtige Temperatur zu finden, in der sich das Model wohl fühlt, aber weder friert noch schwitzt. Wenn man im Studio oder on Location fotografiert, hat man meist Einfluss auf die Temperatur. Im Freien ist dies dann eher der Natur überlassen.

Ich habe die Temperatur vor einem Aktshooting in meinem Atelier immer etwas erhöht. Denn der Raum ist durch Öffnen eines Fensters viel schneller abzukühlen, als er aufzuheizen ist. Gerade im Winter ist es angenehm für die Modelle, erst einmal in die warme Stube zu kommen und sich aufwärmen zu können, anstatt sich frierend gleich im kalten Raum ausziehen zu müssen. Denn in den meisten Fällen beginnt der Shooting-Tag mit einem kurzem Gespräch, man trinkt gemeinsam etwas und das Model hat somit Zeit sich erst einmal auf Raumtemperatur einzustellen. Wenn das Shooting dann losgeht, kühle ich dann Raum dann etwas ab.

Doch eine zu hohe Temperatur ist beim Shooting eher nachteilig für das Model. Einerseits könnte das Model schnell anfangen zu schwitzen, was auf der Haut ungewollte Glanzstellen bildet.
Vor allem aber vergrößern sich die Poren der Haut, da diese Wärme abgeben muss. Eine großporige Haut gefällt weder uns, noch dem Modell. Die Haut wird durch die Wärme auch etwas elastischer und verliert an Spannung. Hinzu kommt, dass sich nur wenige wohl fühlen, wenn sie schwitzen. Zu trockene Luft macht die Haut außerdem sehr spröde und trocknet sie schnell aus.

Ist es hingegen zu kalt, beginnt unser Modell zu frieren. Gegen das Zittern könnte man natürlich eine sehr kurze Verschlusszeit wählen, doch wir werden nicht sehr lange Freude an unserem Modell haben, wenn sie durchgefroren ist. Außerdem bildet sich sehr schnell eine Gänsehaut, die nicht immer gewollt ist. Auch tritt das Adernetz am Körper deutlich hervor, was durch seine Blaufärbung nicht sehr ästhetisch aussieht.

Daher empfehle ich die Temperatur vor einem Aktfotoshooting etwas höher einzustellen und dann den Raum soweit abzukühlen, dass das Modell knapp vor dem Frieren ist. Lieber lege ich zwischendurch immer mal kleine Aufwärmpausen ein, in denen sich mein Model etwas überzieht (das keine Abdrücke macht) oder an der Heizung wärmt. Ein warmes Getränk hilft da auch immer Wunder.

Durch eine leicht gekühlte Raumtemperatur bleibt die Haut schön Straff, die Poren geschlossen und die Brustwarzen sind leicht steif, was auf Fotos sehr weiblich wirkt.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.

Übrigens, weitere dieser wertvollen Tipps gibt es in meinem Seminaren, Workshops und Coachings.

 

 

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Corwin von Kuhwede

Mein Name ist Corwin von Kuhwede, ich arbeitet seit 2005 als freiberuflicher Fotograf mit Schwerpunkt in der Porträt- & Aktfotografie. Ich bin Autor von Fachbüchern zum Thema Fotografie und gebe Seminare, Coachings und Trainings für fortgeschrittene Fotografen. Auf dieser Seite schreibe ich Artikel und produziere Videos zu allen möglichen nicht-technischen Themen der Fotografie. Wenn dir meine Inhalte gefallen, freue ich mich über einen »Daumen«.

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